Zwei Verrückte, eine Leidenschaft

Über dich und über mich.
Ein Hallo von Herzen.
Hallo, wir sind’s, Dominik und Lisa. Einen Einblick zu geben, wer wir sind und was wir so machen, ist schon eine Herausforderung. Wir verändern uns und lernen ständig, entdecken auch immer wieder Neues an uns selbst. Ganz besonders oft, erkennen wir aber aneinander etwas bisher Unbekanntes. Manchmal ist das bereits eine Aufgabe für sich, gleichzeitig macht es unser Leben grandios spannend.
Landwirtschaftlicher Meister, Umweltreferent, Landschaftsarchitektin und Betriebsführerin
Beide haben wir Abschlüsse gemacht und uns trotzdem immer wieder neu orientiert. Das Leben hat uns Vieles gelehrt. Ständig arbeiten wir an Verknüpfungen zwischen Theorie und Praxis, die wiederum interessante Erfahrungen hervorbringen. Als Paar, vom Fernweh getrieben, wollen wir unserem Freiheitsgefühl Raum geben. Als Eltern ist uns ein bewusster Umgang mit unserer Mitwelt wichtig. Wir haben erkannt, dass diese beiden Tatsachen uns als Menschen und Landwirte ausmachen.
Verwegen zu sein ist für uns ein Privileg, bodenständig zu bleiben langweilig.
Verwegen und bodenständig.
Genau das sind wir. Im ersten Moment würde ich behaupten, ist verwegen zu sein, eine Art Freiheit. Frei von Zwängen, auch frech und ungestüm sein. Bodenständig hingegen, klingt wie der Kontrast dazu, schon fast langweilig. Oder?
Die Frage haben wir uns vor längerer Zeit selbst gestellt. Seitdem sind so einige Jahre ins Land gezogen. Land, Boden, unser zu Hause – ist genau der Ort, der für uns bestimmt ist. Wir sind angekommen. Dort, wo wir unsere Jugendzeit und Kindheit verbracht haben. Zu dem Fleckchen Erde zurück, der uns als Hofübernehmer Raum für so Vieles bietet und voller Möglichkeiten steckt.
Es ist viel passiert seit wir die Entscheidung getroffen haben, unsere Zukunft am Land und in der Landwirtschaft zu finden. Wir haben in der Großstadt studiert, haben die Welt erkundet. Sind Eltern von vier tollen Kindern geworden und haben uns intensiv mit uns und unseren Vorstellungen für ein zukünftiges, wertvolles Leben beschäftigt. Immer wieder haben wir versucht auf unseren Bauch und auf unser Wissen zu vertrauen. Unsere Pläne und unsere Ansichten reflektiert.
Verwegen zu sein ist für uns ein Privileg, bodenständig zu bleiben langweilig. Ja, richtig, und es ist genau das, was wir wollen: unsere Art Landwirtschaft zu leben, soll lange weilen.
Verwegen sein. Bodenständig bleiben.
aus dem Nähkästchen
Bolaven Plateau Laos, Jänner 2020
Es staubt. Hier ein Tuktuk und da ein Backpacker Pärchen. Märkte überall, das Gemüse und Obst wird auf Decken am Boden oder fahrenden Ständen angeboten, Eier gibt es lose in der Plastiktüte. Mittendrin wir.
Unser Bus parkt etwas außerhalb, in einer Nebenstraße des Boulevards. Dieser führt entlang des Flusses, welcher die laotische Hauptstadt von Thailand trennt. Hier treffen wir auf ein österreichisches Paar. Wir erzählen unsere Geschichte. Ein paar Tage später treffen wir sie auf einer Kaffeeplantage im Süden wieder. Dort unterhalten wir uns länger und der Mann, ein sympathischer Oldie, wie er sich selbst nennt, meint; er mag uns, mag unsere Einstellung zum Leben und nennt uns verwegen. Im positiven Sinn.
Draufgängerisch, abenteuerlich und beherzt. Ich habe es nachgeschlagen. Ich denke, er hat Recht. Wir sind wohl verwegen im für uns besten Sinne. Gleichzeitig bodenständig und verwurzelt. Mit viel Herz - denn nur so leben wir ein gutes Leben.
Warum Aquaponik?
Aquaponik ist eine Symbiose von Aqua- und Hydrokultur, heißt: durch einen natürlichen Kreislauf sparen wir Wasser, benötigen wir weder Dünger noch Antibiotika, schonen wir die Meere und können regionalen Fisch anbieten.
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Dünger, Pestizide, Antibiotika
90 %
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Wasserverbrauch
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Jahre altes Wissen